Endometriose und Psyche: Warum chronische Schmerzen nicht nur den Körper belasten
- Nina Reiter
- vor 4 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Viele Frauen mit Endometriose hören irgendwann Sätze wie: „Stress dich nicht so“ oder „Du musst lernen, positiver zu denken.“
Das kann sich verletzend anfühlen, denn Endometriose ist keine psychosomatische Erkrankung. Die Schmerzen sind real und müssen immer ernst genommen werden.
Und gleichzeitig stimmt auch, dass Endometriose nicht nur den Körper betrifft.
Chronische Schmerzen, jahrelange Diagnosewege, Unsicherheit, Erschöpfung und die Erfahrung, immer wieder nicht ernst genommen zu werden, können die psychische Gesundheit erheblich belasten.
Studien zeigen, dass Frauen mit Endometriose häufiger unter Angst- und depressiven Symptomen leiden und eine deutlich eingeschränkte Lebensqualität erleben.
Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie eine therapeutische Unterstützung aussehen kann, findest du auf meiner Seite zur psychologischen Begleitung bei Endometriose weitere Informationen.
Warum Endometriose die Psyche beeinflusst
Schmerzen sind bei Endometriose oft nicht nur ein körperliches Signal. Sie entstehen im Zusammenspiel von Körper, Nervensystem, Gehirn, Gedanken, Gefühlen und bisherigen Erfahrungen.
Wenn dein Körper über Monate oder Jahre Schmerzen erlebt, kann dein Nervensystem in einen dauerhaften Alarmzustand geraten.
Das kann sich zeigen durch:
ständige Anspannung
Schlafprobleme
Reizbarkeit
Erschöpfung
Konzentrationsschwierigkeiten
Angst vor der nächsten Periode
Rückzug aus dem sozialen Leben
Das bedeutet nicht, dass du dir deine Schmerzen einbildest, sondern dass Körper und Psyche untrennbar miteinander verbunden sind.
Was dir helfen kann
Neben einer guten medizinischen Behandlung empfehlen aktuelle Leitlinien ausdrücklich, psychologische Unterstützung in die Behandlung von Endometriose einzubeziehen.
Psychologische Begleitung kann dir helfen:
dein Nervensystem zu regulieren
einen liebevolleren Umgang mit deinem Körper zu entwickeln
mit Ängsten und Unsicherheiten umzugehen
Grenzen zu setzen
wieder mehr Lebensqualität zu erleben
In meiner Arbeit verbinde ich psychologisches Fachwissen mit Methoden wie systemischer Therapie, EFT/Tapping, Hypnose, Atemübungen und körperorientierten Ansätzen. Mehr über meine Arbeitsweise und meinen persönlichen Weg mit Endometriose erfährst du hier.
Eine effektive Übung um Sicherheit herzustellen: Orientieren im Raum
Diese Übung unterstützt dein Nervensystem dabei, Sicherheit im Körper herzustellen.
Setze dich bequem hin.
Lass deinen Blick langsam durch den Raum wandern.
Nimm bewusst fünf Dinge wahr, die du sehen kannst.
Dann vier Dinge, die du hören kannst.
Drei Dinge, die du spüren kannst.
Zwei Dinge, die du riechen kannst.
Und einen Gedanken, der dir gerade guttut - mach dir bewusst, welches Datum heute ist und wo genau du dich befindest.
Blicke aus dem nächstgelegenen Fenster und beobachte was dort passiert.
Du musst nichts verändern, sei wie eine Forscherin und beobachte was dich gerade umgibt - ohne es zu bewerten.
Dein Nervensystem darf einfach registrieren:
„Ich bin hier. In diesem Moment bin ich sicher.“
Wenn du dir mehr solcher Übungen wünschst, findest du hier, von mir speziell für Frauen mit Endometriose entwickelte Meditationen, Tappings und therapeutische Audios.
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